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Die Projektbeschreibung

Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“

Thema: Digitalisierter Rundgang mittels QR-Code-Verlinkung auf dem jüdischen Friedhof Mallersdorf-Pfaffenberg

Herr Huber berichtet von seinen Erinnerungen
Herr Huber berichtet von seinen Erinnerungen

Initialzündung:

Der jüdische Friedhof Mallersdorf-Pfaffenberg ist ein wichtiger unterrichtlicher Bestandteil der Grund- und Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg. Jedes Jahr besuchen die Klassleitungen der 4., 8. und 9. Klassen im November und zum Kriegsende im Mai den jüdischen Friedhof um vor Ort Geschichte zu erfahren. Nicht immer hat der Zeitzeuge Hans Huber oder unser Rektor Zeit, die Führung zu begleiten. Herr Huber, der heuer 80 wird, steht auch leider nicht mehr unbegrenzt zu Verfügung, so dass ich mit meiner 8. Klasse überlegte, wie wir den Besuch dort künftig gestalten könnten.

Klassenzusammensetzung:

Die Klasse, die sich aus 4 Deutschen und 12 Migranten- und Flüchtlingskindern zusammensetzt, hatte wenige Informationen, warum dort ein gesonderter Friedhof – ausgerechnet für Juden - ist. Die palästinensischen Syrer dachten zuerst an verdiente Ausgrenzung von Juden, die Afghanen stellten Zusammenhänge mit dem Krieg und Verfolgung her, Iraker wunderten sich über so viele Juden hier etc.

Vorgehensweise:

So mussten im fächerübergreifenden Unterricht Deutsch, Geschichte und Religion erst einmal einige Eckdaten und geschichtliche Zusammenhänge geklärt, Quellenarbeit geschult und die Schicksale in den Vordergrund gerückt werden.

In Kleingruppen wurde Kartenmaterial gesucht, Kartenskizzen angefertigt, die Inhalte des Films und der Ausstellungsliteratur in Zusammenhang gebracht.

Für die Ewigkeit wurde ein Interview mit dem 80-jährigen Zeitzeugen Hans Huber von der Hubermühle in Oberlindhart von zwei Schülern aufgezeichnet.

Im Wirtschaftsunterricht der Mittelschule schulte man Arbeitstechniken wie Quellensuche, Linkverkürzung, QR-Code-Erstellung und die dokumentarische Darstellung mit Hilfe des PCs.

Ergebnis der Arbeit:

Ziel unserer Arbeit war es anderen Schulklassen der ortsansässigen Real- und Förderschule, sowie des Gymnasiums und allen Interessenten einen digitalen Rundgang über den jüdischen Friedhof mittels QR-Code-Verlinkung anzubieten.

Dazu benötigt man:

  • Ein Smartphone mit QR-Scan-App, gratis z. B. Quick Scan QR-Code-Scanner, Kaspersky QR Scanner, Climb App QR-Code & Strichcode, barcoo – QR & Barcode Scanner …
  • Günstigerweise Kopfhörer um andere Besucher nicht zu stören

Vorgehensweise:

QR-Code
QR-Code
  1. An acht Stationen findet man sowohl vor als auch im Friedhof einen QR-Code, den man mit dem Smartphone und der App abscannt.
  2. Der Besucher wird mit der App auf die Schülervideos, das Zeitzeugeninterview und das Lied von Jan Hauenstein zu den „Dead Heroes of Ergoldsbach“ geleitet.
  3. Man kann verweilen oder über den Friedhof gehen und den Erläuterungen der Schüler lauschen, die die Vorgänge von 1945, die Retter und die Überlebenden beschreiben.
  4. Den Abschluss bildet das Lied von Jan Hauenstein und der Verweis auf den Dokumentarfilm mit dem Überlebenden John Weiner von 2011, den man sich besser zu Hause ansehen sollte, weil er eine Stunde dauert.
  5. Wer möchte, kann sich zuhause noch einmal die Videos ansehen, da sie auch hier auf der Schulhomepage verlinkt sind.

 

Die feierliche Eröffnung und Begehung wird in den nächsten Wochen mit den Schülern, unserem Zeitzeugen, Vertretern der Gemeinde, der örtlichen Presse und Abgeordneten der bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, die für den jüdischen Friedhof zuständig sind, stattfinden.

18.03.2019